Junischnee - Baum der tausend Sterne
Tropisches Gehölz; geeignet als Zimmerbonsai


frei aufrechte Form

Blüten

Bätter

Junischnee

Serissa foetida
Serissa foetida Variegata
syn. Serissa japonica

Diese Gattung hat nur eine Art. Sowie die Mischform "Variegata". Eine Serissa ist ein immergrünes Gehölz und wird in China als Heilpflanze genutzt. Als Bonsai gehört sie mitunter zu den beliebtesten Bonsaiarten. Ihre gute Schnittverträglichkeit und Wuchsfreudigkeit macht sie nicht nur bei Bonsaianer so beliebt, sondern auch für Anfänger äußerst attraktiv. Ein weiterer Vorteil, sie ist in fast in allen Stilarten gestaltbar.

Eine Serissa foetida wird auch Junischnee oder Baum der tausend Sterne genannt. Wie man dem Namen entnehmen kann, trägt dieser Strauch hauptsächlich im Juni unzählige kleine weiße Blüten. Die Blüten haben die Form kleiner Sterne und verströmen einen zarten Duft, die Blätter sind dunkelgrün bis hellgrün. Die Mischform Variegata hat zweifarbige Blätter. Auch hier bestätigen die Ausnahmen die Regel. So gibt es einige die das ganze Jahr über Blüten tragen, oder zu ganz anderen Monaten, und selbst bei den Blüten gibt es hin und wieder anders farbige.

Stammfamilie
Rubiceae (Rötegewächse)
Heimatländer
subtropisches China, Südchina, Japan, Indonesien
Standort
In den warmen Monaten des Jahres freut sich eine Serissa immer über einen, vor der Mittagssonne, leicht schattierten und geschützten Platz im Freien. Kann aber auch ganz jährig im Haus gehalten werden.
Als tropisches Gehölz benötigt eine Serissa zum Leben eine Mindesttemperatur ca. 8-10 Grad Plus. Somit muss die Pflanze, wenn im Freien stehend, bei einer Unterschreitung dieser Temperatur ins Haus geholt werden. Im Haus stellen Sie den "Baum der tausend Sterne" an einen hellen, luftigen aber nicht zugigen Platz. Ganz wichtig, auch sollten an diesem Platz keine ständige Temperaturschwankungen auftreten. Bei der Umstellung von draußen nach drinnen wird sie Blätter abwerfen, was aber kein Grund zur Besorgnis ist. Eine Serissa reagiert immer mit einem Blattwurf bei einer Ortsveränderung. Erholt sich jedoch sehr schnell wieder.
Im Winter ist es Ratsam dem Bonsai eine Winterruhe zu gönnen. Dies erreichen Sie dadurch das Sie den Baum an einem kühleren Standort stellen. Ideal sind 10-15 Grad Plus. Ohne diese Ruhe treibt er das ganze Jahr ungehindert weiter und wird somit anfälliger für Krankheiten.
Wässern
In der Wachstumsphase von April bis Oktober ist auf ein Gutes Bewässern zu achten. Dies kann in den Sommermonaten täglich der Fall sein. Das heißt die Erde sollte niemals komplett austrocknen. In den Wintermonaten benötigt die Serissa weniger Wasser da sie ihre Winterruhe hält. Verwenden Sie zum gießen und besprühen des Baumes falls vorhanden, Regenwasser, ansonsten nur mit abgestandenem Leitungswasser.
ACHTUNG Staunässe unbedingt vermeiden, da die feinen Wurzeln sehr sensibel auf Wurzelfäule reagieren.
Düngen
Eine Serissa sollte aufgrund ihrer reichlichen Blütenpracht und des regen Wachstums in der Wachstumsphase von circa Ende März bis ungefähr Ende Oktober gut mit Düngerzugaben bedacht werden (alle 14 Tage mit einem organischen Dünger). Danach nur noch alle 3-4 Wochen je nach Standort.
Gestaltung
Fast alle Stilarten lassen sich mit einer Serissa gestalten. Am häufigsten sieht man die Besenform (Hokidachi) und die frei aufrechte Form (Moyogi). Ein weiterer Gestaltungsaspekt sind die Wurzeln, die sich sehr gut für Felsenbepflanzung oder für eine "über Stein" Bepflanzung eignen.
Schneiden
Eine Serissa foetida wird hauptsächlich nur durch schneiden in Form gebracht und gehalten. Ein schneiden der Äste ist das ganze Jahr über möglich. Alle 3-5 Jahre empfiehlt sich ein Rückschnitt bis in das alte Holz. Dadurch wird verhindert das der Baum von innen heraus verkahlt. Aufgrund ihrer Triebfreudigkeit treibt eine gesunde Serissa ist sehr schnell aus dem alten Holz wieder aus. Ein kleiner Tipp: fangen Sie beim schneiden an der Spitze an, und arbeiten Sie sich bis nach unten durch. Somit haben Sie es immer im Blick das der Baum unten breiter wird als oben, und dadurch das Sonnenlicht besser absorbieren kann.
Drahten
Eine Serissa kann durchaus auch gedrahtet werden. Dabei muss nicht nur darauf geachtet werden das die Äste sehr spröde sind und leicht brechen, sondern auch darauf den Draht rechtzeitig wieder zu entfernen bevor er ein wächst. Das kann in der Hauptwachstumszeit bereits nach 4 Wochen der Fall sein.
Umtopfen
Junge Pflanzen, (ca. 2-10 Jahre) topft man alle 2-3 Jahre um. Die Älteren alle 3-5 Jahre. Bei dem Umtopfen wird auch gleichzeitig ein Wurzelschnitt vorgenommen. Dabei verströmt die Pflanze einen unangenehmen Geruch. Daher der griechische Beiname "foetida = die Stinkende". Dieser Geruch verschwindet allerdings sehr rasch wieder. Als Erde empfiehlt sich ein Gutes Luft- und wasserdurchlässiges Substrat. Ein solches erhalten Sie in jedem guten Bonsai-Fachhandel.
Vermehrung
durch Stecklinge oder Abmoosen.
Schädlinge
Spinnmilben und gelegentlich Blattläuse
Krankheiten
Welkepilz (Pithium, Phythophthora), Zweigkrebs (Phillostica...)
Am häufigsten tritt der Welkepilz auf. Wird die Pflanze zu nass gehalten, oder zu lange einer Staunässe ausgesetzt, begünstigt dies das Wachstum der Wurzelfäule bewirkenden Welkepilzen. Diese machen sich durch welkendes Laub, Braun- oder Schwarzfärbung der Blätter an dem oberen Teil der Pflanzen bemerkbar. Ein weiterer Hinweis für den Befall durch den Pilz sind die typischen Blattdeformierungen wie Kräuselungen des Laubes.
Zweigkrebs; Erscheinen an einem Ast Blätter mit starker Prägung, Blasenbildung oder junge Triebe werden schwarz, dann liegt mit ziemlicher Sicherheit ein Zweigkrebs vor.

In beiden Fällen ist sofort mit einer Behandlung zu beginnen. Spezielle Mittel gegen Welkepilz und Zweigkrebs erhalten Sie in gut sortierten Garten-Fachgeschäfte. Lassen Sie sich über die Anwendung und Dauer der Mittel ausführlich Beraten.

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