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UlmeChinesische Ulme (Ulmus parvifolia)Englische Ulme (Ulmus procera) Feldulme (Ulmus minor, Syn. U. campestris, U. carpinifolia) Bergulme (Ulmus glabra) |
Fast rund um den Globus sind Ulmengewächse anzutreffen. Sogar bis in den höheren Regionen um ca. 1300 m über den Meeresspiegel. Es gibt eine reichhaltige Anzahl an Ulmen-Arten, die wiederum sind in 6 Hauptgattungen unterteilt sind. Trotz der Vielzahl der Arten, ist die Grundpflege der Ulmen bei allen recht gleich. Etwaige Pflegeabweichungen bei seltenen Ulmen-Arten bitte im Fachhandel erfragen.
Als Bonsai trifft man am häufigsten die Chinesische Ulme (Ulmus parvifolia) an. Diese ist nicht nur sehr robust und pflegeleicht, sondern sie kann auch problemlos in der Wohnung gehalten werden. Ihre gute Schnittverträglichkeit und Wuchsfreudigkeit macht sie darüber hinaus auch für Neueinsteiger äußerst attraktiv. Ulmenbonsai´s gibt es in allen Größen und in fast allen Stilarten.
- Stammfamilie
- Ulmengewächse (Ulmaceae)
- Heimatländer
- tropische und subtropische Länder, Mittelmeer-Raum sowie europäische Länder bis hin zum Ural.
- Standort
- Sowie das Thermometer nicht mehr unter 4 Grad plus fällt, kann die Ulme ins Freie gestellt werden. Im Freien bevorzugt sie einen sonnigen aber windgeschützten Platz. Bitte achten Sie darauf das in den Monaten April und Mai die Temperatur nochmals kurzfristig, aber empfindlich unter die Null Grad-Marke fallen kann. In den Sommermonaten ist es ratsam, gilt auch für alle anderen Laubbonsai, diese Halbschattig zu stellen. Da sonst die Blätter verbrennen.
In der Wohnung gehalten stellen Sie die Ulme so nah wie möglich an ein Fenster. Nah aus folgendem Grund: mit jedem Zentimeter den die Ulme weiter vom Fenster entfernt steht, nimmt das Nutzlicht das die Pflanze für ihre Photosynthese benötigt, rapide ab. Wenn kein Platz am Fenster vorhanden oder es im allgemeinen zu dunkel in der Wohnung ist, können Sie mit einer Pflanzenlampe dies wieder ausgleichen. Da alle Pflanzen in Richtung Licht wachsen, empfiehlt es sich den Baum ca. alle 14 Tage ein viertel im Uhrzeigersinn drehen, um einen einseitigen Wuchs zu vermeiden. In den Wintermonaten benötigt der Baum seine Winterruhe, um wieder Kraft für das Frühjahr zu "tanken". Dies erreichen Sie dadurch, in dem Sie den Baum an einen kühleren, aber hellen Standort im Haus stellen. Ohne diese Ruhe treibt er das ganze Jahr über ungehindert weiter und wird somit anfälliger für Krankheiten.
- Wässern
- In der Wachstumsphase von April bis Oktober ist auf ein Gutes Bewässern zu achten. Dies kann in den Sommermonaten täglich der Fall sein. In den Wintermonaten benötigt eine Ulme weniger Wasser da sie ihre Winterruhe hält. Verwenden Sie zum gießen und besprühen des Baumes falls vorhanden, Regenwasser, ansonsten nur mit abgestandenem Leitungswasser.
ACHTUNG Staunässe unbedingt vermeiden, da die feinen Wurzeln sehr sensibel auf Wurzelfäule reagieren. - Düngen
- Kurz nach dem öffnen der Blätter düngen Sie ihre Ulme im Zeitraum von einem Monat einmal wöchentlich. Danach alle 14 Tage einmal bis Mitte, Ende Oktober. Danach bis Ende März des kommenden Jahres nur noch einmal im Monat.
- Gestaltung
- Fast alle Stilarten lassen sich mit einer Ulme realisieren. Von ganz Groß bis ganz Klein. Am häufigsten sieht man die Besenform (Hokidachi) und die frei aufrechte Form (Moyogi).
- Schneiden
- Eine Ulme wird hauptsächlich durch schneiden in Form gebracht und gehalten. Ein schneiden der Triebe ist während der gesamten Wachstumsphase möglich. Nachdem die Blattpaare auf 8-10 herangewachsen sind, schneiden Sie diese auf 2-4 Blattpaare zurück. Stärkere oder dicke Äste schneidet man am besten in der Winterzeit wenn der Baum seine Winterruhe hält, und somit der Saftfluss am geringsten ist. Bei zu dichtem Wuchs empfiehlt es sich im Spätherbst einen Auslichtungsschnitt vorzunehmen. Dadurch wird verhindert das der Baum von innen heraus verkahlt. Ein kleiner Tipp: fangen Sie beim schneiden an der Spitze an, und arbeiten Sie sich bis nach unten durch. Somit haben Sie es immer im Blick das der Baum unten breiter wird als oben, und somit das Sonnenlicht besser absorbieren kann.
- Drahten
- Eine Ulme drahtet man vorzugsweise in der Winterzeit wenn der Baum seine Winterruhe hält. Ein weiterer Vorteil, er ist zu dieser Zeit ohne b.z.w. fast ohne Belaubung. So kann man nicht nur hervorragend die Aststruktur des Baumes erkennen, sondern es drahtet sich auch wesentlich einfacher. Ulmen sind recht schnellwüchsig, von daher ist es ratsam frühzeitig mit dem Drahten zu beginnen. Bei einem bereits zwei Zentimeter starken Ast, ist nur noch mit großer Mühe eine Formgebung möglich.
Nach dem drahten ist es unerlässlich die gedrahteten Äste steht´s im Auge zu behalten. Um ein einwachsen des Drahtes zu vermeiden. Was in der Wachstumsphase recht schnell geschehen kann. Diese Drahtwunden sehen nicht nur unschön aus, sondern es dauert Jahre bis diese wieder einigermaßen rausgewachsen sind. - Umtopfen
- Bis zu einem Alter von 10 Jahren topft man jedes Jahr oder spätestens alle 2 Jahre im zeitigen Frühjahr um. Die Älteren nur noch nach bedarf. Spätesten jedoch alle 5 Jahre. Mit dem Umtopfen wird auch gleichzeitig ein Wurzelschnitt vorgenommen. Als Erde empfiehlt sich ein Gutes Luft- und wasserdurchlässiges Substrat. Ein solches erhalten Sie in jedem guten Bonsai-Fachhandel.
- Vermehrung
- durch Samen, Stecklinge oder Abmoosen.
- Schädlinge
- Spinnmilben (Rote Spinne), Seidenspinner, Spannerraupe, Blattlaus und Schildlaus
- Krankheiten
- Am häufigsten zu beobachten sind: Wurzelfäule, Zweig- und Baumkrebs gefolgt von Roter Spinne und Blattlaus.
Sowie Sie bemerken mit Ihrem Baum "stimmt etwas nicht", raten wir Ihnen sich sofort an einen Pflanzen-Fachbetrieb oder Bonsai-Händler ihres Vertrauens zu wenden. Dort erhalten Sie in der Regel kompetente Beratung und sofortige Hilfe.
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